hna.de · Feb 22, 2026 · Collected from GDELT
Published: 20260222T080000Z
StartseiteRatgeberWohnenStand: 22.02.2026, 08:00 UhrKommentareWer die Toilette falsch reinigt, verteilt Keime oder riskiert Vergiftungen. Vier typische Fehler sollten Sie unbedingt vermeiden. So geht‘s richtig.Kassel – Ekel-Alarm im Bad! Wer beim Kloputzen Fehler macht, verteilt Keime im ganzen Badezimmer – oder riskiert sogar eine Vergiftung. Dabei ist richtiges WC-Reinigen gar nicht schwer. Experten verraten, was Sie unbedingt vermeiden sollten.WC reinigen: Warum Ihre Putzroutine gefährlicher ist als Sie denken (Symbolbild). © Joko/ImagoDas Reinigen der Toilette zählt zu den ungeliebtesten Hausarbeiten überhaupt – und genau deswegen unterlaufen dabei besonders oft Fehler. Wer nicht richtig vorgeht, gefährdet nicht nur die Sauberkeit, sondern kann auch Bakterien im ganzen Bad verteilen, Materialien beschädigen oder im schlimmsten Fall sogar lebensgefährliche chemische Reaktionen auslösen.WC-Reiniger und Chlor: Gefährliche Fehler beim Reinigen vermeidenDabei ist die korrekte Reinigung des WCs keine komplizierte Angelegenheit – sofern man die wichtigsten Regeln kennt. Verbraucherschützer und Gesundheitsämter haben klare Richtlinien herausgegeben, welche Methoden und Produkte sinnvoll sind und welche man lieber meiden sollte. Die vier häufigsten Fehler im Überblick.Ein häufiger Irrglaube lautet: Viel hilft viel. Wer unterschiedliche Reinigungsprodukte mischt – beispielsweise einen säurehaltigen WC-Reiniger mit einem chlorhaltigen Desinfektionsmittel – begibt sich in ernsthafte Gefahr. Laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) können bei der Kombination von säure- und chlorhaltigen Mitteln giftige Chlorgase freigesetzt werden, die die Atemwege angreifen und im Extremfall zu schweren Vergiftungen führen. Reinigungsprodukte sollten daher niemals gemischt, sondern stets einzeln und zeitlich versetzt – mit gründlichem Spülen dazwischen – verwendet werden.Klobürste wird vernachlässigt: Keimschleuder im BadezimmerDie Toilettenbürste ist das zentrale Hilfsmittel beim WC-Putzen – und zugleich eine der am meisten vernachlässigten Stellen im Badezimmer. Viele Personen reinigen die Bürste nach dem Gebrauch gar nicht oder nur sporadisch. Dabei lagern sich in den Borsten Keime, Bakterien und Verschmutzungen ab, die beim nächsten Putzen wieder im Klo landen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, die Bürste nach jedem Einsatz kurz auszuspülen und sie regelmäßig – mindestens wöchentlich – zu desinfizieren oder zu ersetzen. Bürsten aus Silikon sind dabei hygienischer als klassische Modelle mit Borsten, da sich weniger Ablagerungen festsetzen. Im Haushalt werden auch diese Orte gerne beim Putzen vergessen.Was viele nicht wissen: Auch die Art und Weise, wie man die Toilette spült, hat Auswirkungen auf die Hygiene im Bad. Studien zeigen, dass beim Spülen der Toilette mit geöffnetem Deckel Aerosole bis zu 1,5 Meter hoch aufgewirbelt werden können. Diese feinen Wassertröpfchen enthalten Fäkalpartikel und Keime, die sich auf Oberflächen im Bad absetzen. Forscher der Universität Colorado konnten den „Toilettenplume“-Effekt in Studien sichtbar machen und empfehlen, den Deckel vor dem Spülen zu schließen.Deckel offen beim Spülen: Unsichtbare Gefahr verteilt sich im BadDieser Fehler ist mit bloßem Auge nicht zu erkennen – und gerade deshalb so heimtückisch. Wer das WC mit offenem Deckel spült, schleudert winzige Wassertröpfchen, sogenannte Aerosole, durch das gesamte Badezimmer. Experten bezeichnen dieses Phänomen als „Toilettenplume“-Effekt. Diese Tröpfchen können Keime und Fäkalpartikel transportieren und sich auf Zahnbürsten, Handtüchern und weiteren Flächen im Bad niederlassen. Das Robert Koch-Institut (RKI) weist darauf hin, dass eine gute Handhygiene sowie das Schließen des Deckels vor dem Spülen wichtige Maßnahmen zur Vermeidung von Keimübertragungen im Haushalt sind. Ein simpler Handgriff kann also große Wirkung zeigen.Zu selten putzen und falsche Reihenfolge beim WC-ReinigenWer das WC erst dann säubert, wenn sichtbare Verschmutzungen auftreten, wartet meist zu lang. Fachleute raten, die Toilette mindestens einmal wöchentlich zu reinigen – bei mehreren Haushaltsmitgliedern auch häufiger. Dazu kommt ein typischer Fehler bei der Reinigungsreihenfolge: Viele starten mit dem Inneren des Beckens und säubern anschließend Sitz und Deckel. Korrekt ist jedoch das Gegenteil – von außen nach innen, von oben nach unten. Clever putzen mit HausmittelnDiese 10 Hausmittel hat fast jeder zu Hause und sie ersetzen teure Putzmittel. Wo Essig, Natron und auch Kartoffelwasser im Alltag helfen können, lesen Sie in diesem Ratgeber. Laden Sie das PDF mit den bewährten Hausmitteln HIER herunterLaden Sie sich hier das PDF mit bewährten Hausmitteln fürs Putzen kostenlos herunter. © IPPEN.MEDIAAlso zunächst Deckel und Sitz, dann die Außenfläche des Beckens und zum Schluss das Innere. Auf diese Weise werden Keime nicht von innen nach außen verschleppt. Auch der Toilettenpapierhalter und der Spülknopf sollten nicht übersehen werden – sie gehören laut Verbraucherzentrale zu den am häufigsten berührten und am seltensten gereinigten Oberflächen. (Quellen: Robert Koch-Institut, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, eigene Recherche) (str)