
merkur.de · Feb 20, 2026 · Collected from GDELT
Published: 20260220T181500Z
StartseiteLeben24gartenRasen richtig düngen: Warum Kompost die bessere Wahl istStand: 20.02.2026, 18:00 UhrKommentareEin starker Rasen braucht mehr als schnellen Dünger. Kompost baut Humus auf, belebt den Boden und liefert Nährstoffe, die nachhaltig wirken.Ein sattes Grün, das Sie schon morgens beim ersten Blick aus dem Fenster anlacht – so lieben Sie Ihren Rasen. Doch er lebt von dem, was Sie ihm geben – und kränkelt, wenn ihm Wichtiges fehlt. Wenn Sie verstehen, wie unterschiedlich Dünger wirken, fällt die Wahl zwischen schneller Hilfe und echter, nachhaltiger Bodenpflege viel leichter.Rasen düngen: Nährstoff ist nicht gleich NährstoffMineralischer Rasendünger ist praktisch in der Anwendung und verpasst Ihrem Rasen einen schnellen Energieschub: Er liefert Stickstoff, Kalium, Magnesium und Phosphor in sofort löslicher Form, sodass der Rasen rasch grüner wird. Doch dieser Effekt hat mehrere Haken:Sie können den Boden sehr leicht überdüngen.Überschüsse gelangen leicht ins Grundwasser und setzen klimaschädliches Lachgas frei.Auf Dauer verliert der Boden organisches Material und somit an Fruchtbarkeit.Die energieintensive Herstellung belastet die Umwelt.Um als Dünger zu taugen, sollte Kompost mindestens sechs Monate reifen. © Zoonar.com/ArTo/ImagoKompost lässt Ihren Boden auflebenUnter Ihrem Rasen arbeitet ein ganzes Universum: Milliarden kleiner Helfer verwandeln den Boden in einen lebendigen Nährstoffspeicher. Wenn Sie Kompost ausbringen, füttern Sie genau dieses Netzwerk. Regenwürmer und andere Bodenbewohner zerkleinern das Material, Mikroorganismen bauen es weiter ab und setzen dabei kontinuierlich neue Nährstoffe frei. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand:Der Boden wird lockerer, durchlässiger und immer fruchtbarer.Der Rasen nimmt sich nur das, was er gerade braucht.Sie müssen keine Zusätze mischen oder Dosierungen abwägen.Kompost sorgt so für einen natürlichen Kreislauf, der Ihren Rasen nachhaltig stärkt. Mit jeder Gabe im Frühjahr gewinnt das Mikrobiom des Bodens an Kraft.Kompost fördert die HumusbildungEin Boden mit viel Humus wirkt wie ein weiches Polster, das Ihren Rasen zuverlässig trägt. Doch durch regelmäßiges Mähen, Auswaschung und natürliche Abbauprozesse verliert Rasenboden stetig organische Substanz. Kompost liefert hier das ideale Material: Er bringt selbst reichlich Humus mit und regt gleichzeitig die Bodenlebewesen an, neue Huminsäuren zu bilden. So gewinnt der Boden nach und nach an Struktur, übersäuert nicht so schnell, speichert Wasser besser und hält Nährstoffe länger fest. Auf diese Weise entsteht ein fruchtbarer Untergrund, der Ihren Rasen dauerhaft gesund hält.Rasen mit Kompost düngen: Die Ökologische AlternativeEin eigener Komposthaufen fühlt sich an wie eine kleine Schatzkiste im Garten. Er kostet nichts, liefert aber nährstoffreichen Dünger, wenn Sie Grün- und Küchenabfälle richtig kompostieren. Nach sechs bis zwölf Monaten entsteht daraus reifer Kompost, den Sie im Frühjahr oder Herbst ausbringen können. Mit einem Schnellkomposter (werblicher Link) können Sie diesen Prozess sogar noch beschleunigen. Alternativ können Sie auch fertigen Kompost im Gartencenter erwerben.Achten Sie darauf, den Kompost vor der Anwendung zu sieben. Feines Material verteilt sich besser und verhindert, dass grobe Stücke die Gräser verschütten. Rasen ist ein Schwachzehrer – darum genügt eine dünne Schicht, die Sie gleichmäßig ausbringen und leicht einarbeiten. Eine anschließende Bewässerung hilft, die Nährstoffe in den Boden zu bringen und die Wirkung zu starten.