
rheinpfalz.de · Feb 23, 2026 · Collected from GDELT
Published: 20260223T101500Z
Zwei gerissene und ein verschwundenes Schaf hatte die Beweidungszunft in Frankenstein Ende Oktober zu beklagen. Nun steht fest, wer dafür verantwortlich ist.Nachdem am 31. Oktober des vergangenen Jahres zwei Soay-Schafe des Beweidungsprojektes im Diemersteiner Tal tot in der umzäunten Weide gefunden wurden und ein Tier nicht zu finden war, untersuchte das Koordinationszentrum Luchs und Wolf (Kluwo) in Trippstadt den Fall. Es schickte DNA-Proben, die von den Wunden der Schafe genommen wurden, ins Senckenberg-Institut zur Analyse. Schon im Januar stand fest: Es war ein Luchs. Nun liegt auch das Ergebnis der weiteren Bestimmung des Individuums vor: „Die Individualisierung ergab den Nachweis des Kuders Alfi“, teilt Julian Sandrini vom Kluwo mit. Damit ist es nach Anfang und Ende 2023 das dritte Mal, dass der männliche Luchs in die Weide bei Frankenstein eingedrungen ist. Das Land Rheinland-Pfalz wird nun eine Ausgleichszahlung an die Beweidungszunft, die sich damals um die Schafe gekümmert hat, überweisen. Derweil wurde laut Kluwo am 9. Februar in einem anderen Teil des Landkreises Kaiserslautern, nämlich im Reichenbach-Steegener Ortsteil Fockenberg-Limbach (Verbandsgemeinde Weilerbach), ein weiteres Schaf verletzt. Auch hier bestehe der Verdacht, dass ein großer Beutegreifer wie Luchs oder Wolf beteiligt sein könnte. Das verletzte Tier und die Situation vor Ort seien noch am Tag der Schadensmeldung begutachtet worden, sagt Sandrini. Wiederum wurde ein DNA-Abstrich genommen und eingeschickt. Die Analyse ist jedoch noch nicht abgeschlossen.Der Schadensort liegt innerhalb des erst kürzlich erweiterten Präventionsgebiets Hunsrück. Anlass für die Erweiterung war der Nachweis des Wolfsrüden GW4433m. Er hatte in den Verbandsgemeinden Lauterecken-Wolfstein und Altenglan (beide Kreis Kusel) , die beide unmittelbar an die VG Weilerbach angrenzen, in der Vergangenheit mehrere Schafe gerissen. InfoEine Informationsveranstaltung des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität sowie des Kluwo zum Thema Wolf findet am Mittwoch, 25. Februar, um 18 Uhr im Horst-Eckel-Haus in Kusel statt. Weidetierhalter und interessierte Bürger sollen sachlich und fachlich fundiert über die aktuelle Situation und Unterstützungsmöglichkeiten informiert werden. Mehr zum Thema