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Büfa - CEO Felix Thalmann übergibt an Dr . Moritz Fichtmüller – Zum Wechsel sprechen die Manager über den Industriestandort Deutschland , Klimaziele und die Lage der chemischen Industrie
nwzonline.de
Published about 3 hours ago

Büfa - CEO Felix Thalmann übergibt an Dr . Moritz Fichtmüller – Zum Wechsel sprechen die Manager über den Industriestandort Deutschland , Klimaziele und die Lage der chemischen Industrie

nwzonline.de · Mar 2, 2026 · Collected from GDELT

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Published: 20260302T123000Z

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NWZONLINE NACHRICHTEN WIRTSCHAFT „Büfa bekennt sich klar zum Standort Deutschland, zu Oldenburg“ Wechsel in Geschäftsführung „Büfa bekennt sich klar zum Standort Deutschland, zu Oldenburg“ An der Spitze des Oldenburger Chemieunternehmens Büfa übernimmt Dr. Moritz Fichtmüller von Felix Thalmann. Zum Wechsel sprechen beide über den Wandel der Branche und über Deutschland als Industriestandort. 02.03.2026, 11:40 Uhr Interview Wechsel an der Büfa-Spitze: Felix Thalmann (links) übergibt an Dr. Moritz Fichtmüller. Büfa/Harry Köster Herr Thalmann, wovor haben Sie mehr Respekt: der Transformation der Chemiebranche oder dem eigenen Ruhestand? Felix Thalmann(Schmunzelt) Das ist eine interessante Frage. Respekt ist in beiden Bereichen gleichermaßen wichtig, denn jede dieser Situationen bringt Veränderungen mit sich. Man muss also aus der Komfortzone heraus, sich auf etwas Neues einstellen, sich vielleicht sogar neu erfinden. Das gilt für den Übergang aus einem intensiven Arbeitsleben in den Unruhestand genauso wie für die chemische Industrie, die sich durch neue Technologien im Wandel befindet. Wechsel bei Chemieunternehmen Der Manager: Felix Thalmann (65) zieht sich zum März aus eigenem Wunsch aus dem aktiven Berufsleben zurück. Im Januar 2014 hatte er den Vorsitz der Geschäftsführung bei Büfa übernommen. Zuvor war der Manager bereits im Beirat des Unternehmens aktiv gewesen, der die Interessen der Eigentümerfamilie vertritt. In diese Funktion wechselt er nun zurück. Der gebürtige Schweizer bleibt der Region und der Förderung der Wissenschaft verbunden, seine Ehrenämter etwa im Hochschulrat und im Präsidium der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK) wird er weiter ausüben. Der Nachfolger: Dr. Moritz Fichtmüller (57) bringt mehr als 20 Jahre an Erfahrung in der chemischen Industrie mit. Seine akademische Laufbahn führte den promovierten Physiker zunächst unter anderem nach Paris und Oxford. Nach seinem Wechsel in die Chemiebranche war der gebürtige Münchner in leitenden Positionen bei Budenheim und Celanese tätig. Das Unternehmen: Büfa ist ein mittelständisches Familienunternehmen mit Sitz in Oldenburg. An Standorten in Oldenburg, Hude, Rastede sowie im europäischen Ausland beschäftigt es nach eigenen Angaben rund 770 Mitarbeitende. Über die drei Sparten Cleaning, Composites und Chemicals hinweg erwirtschaftete es zuletzt einen Jahresumsatz von rund 340 Millionen Euro. Produkte des Unternehmens kommen etwa in Autowaschanlagen, in der Textilreinigung und der Lebensmittelherstellung zum Einsatz. Aber auch in Windrädern, Wohnmobilen, Zügen oder Riesenrädern finden sich Verbundwerkstoffe des Unternehmens. Als Vorsitzender der Geschäftsführung haben Sie die Büfa Gruppe über zwölf Jahre durch diesen Wandel gesteuert. Was war Ihre schwierigste Entscheidung und wie denken Sie heute darüber? Felix ThalmannEs gab für mich nicht die eine schwierigste Entscheidung. Allerdings gab es eine Phase, die uns besonders gefordert hat und in der wir viele anspruchsvolle Entscheidungen treffen mussten: die Corona-Pandemie. Plötzlich gab es beispielsweise einen riesigen Bedarf an Desinfektionsmitteln. Wir mussten das Geschäft nicht herunterfahren, sondern ausbauen. Wir brauchten mehr Menschen in der Produktion, mussten aber gleichzeitig Kontakte vermeiden. Also haben wir von zwei auf drei Schichten umgestellt. Kurz darauf kamen noch die ersten, pandemiebedingten Schwierigkeiten in den Lieferketten dazu. Heute sind die Herausforderungen zwar andere, das Umfeld ist aber herausfordernd geblieben. Laut dem Verband der chemisch-pharmazeutischen Industrie sind Produktion, Umsatz und Beschäftigung in der Branche zuletzt gesunken. Herr Dr. Fichtmüller, Sie übernehmen das Steuer in unruhigen Zeiten. Wie blicken Sie auf die Herausforderungen? Dr. Moritz FichtmüllerMit Zuversicht. Meine Erfahrung ist: Wer mit dem Willen zu gestalten und der Offenheit für verschiedene Sichtweisen an Dinge herangeht, wird immer gute Lösungen finden. Das wirtschaftliche Umfeld ist aber in der Tat nicht ganz einfach. Darauf müssen wir Antworten finden – indem wir unsere eigene Produktivität optimieren und die Internationalisierung vorantreiben, um unabhängiger vom deutschen Markt zu werden. Mit Standorten und Vertrieb in vielen europäischen Ländern ist Büfa hier schon gut aufgestellt. BEISPIELE AUS DEM NORDWESTEN Wie die Industrie schon heute ihr Abwasser recycelt Svenja Fleig Varel Seit einiger Zeit mehren sich Warnungen davor, dass Industrie aus Deutschland abwandern könnte. Welche Produktion wird aus Ihrer Sicht abwandern, welche wird bleiben? Dr. Moritz FichtmüllerDass sich Produktion in Länder mit geringeren Kosten verlagert, ist nicht neu. Vor dem Hintergrund globaler Spannungen gibt es aktuell aber auch den Trend zur Regionalisierung, zur Produktion in Europa. In Deutschland wird besonders in Sektoren wie Mobilität, Infrastruktur, Klimaschutz und Gesundheit investiert, in denen auch unsere Produkte zum Einsatz kommen. Branchen wie die Lebensmittel- und die Agrarwirtschaft sind traditionell krisenfest und ebenfalls wichtige Abnehmer für uns. Büfa versteht sich als europäisches Unternehmen und bekennt sich gleichzeitig klar zum Standort Deutschland, zu Oldenburg. Uns geht es darum, im europäischen Ausland neue Märkte zu erschließen. Wir denken nicht darüber nach, Produktion oder Standorte zu verlagern. Branchenvertreter klagen über hohe Kosten und bürokratische Hürden in Deutschland. Wo sehen Sie berechtigte Kritik und wo Ausreden? Dr. Moritz FichtmüllerIch bin kein Freund von Ausreden. Wir dürfen nicht alles auf externe Kräfte schieben, wir sind gefordert, unsere Zukunft selbst aktiv zu gestalten. Aber natürlich könnten parallel dazu die Rahmenbedingungen besser werden, da geht es etwa um wettbewerbsfähige Energiepreise und um Abbau von Bürokratie. AUSBILDUNG IN RASTEDE Und plötzlich stimmte die Chemie – Laborantin Marike Mercedes Tapken von IHK ausgezeichnet Fabian Vogel Rastede Herr Thalmann, wenn Sie zum Abschied einen Wunsch von der Politik frei hätten: Welcher wäre das? Felix ThalmannIch würde mir wünschen, dass wir wieder mehr ins Gestalten kommen. Die Dinge pragmatischer angehen. Und dass wir nicht die Umstände dafür verantwortlich machen, wenn etwas schlecht läuft. Viele wissen um die Probleme und Hürden, entscheiden jedoch nicht und ergreifen keine wirksamen Maßnahmen. Das muss sich ändern. Sie haben bei Büfa das Ziel ausgegeben, bis 2030 klimaneutral zu produzieren. Jetzt geben Sie die Geschäftsführung vorher ab. Finden Sie das schade? Felix ThalmannGewissermaßen ja. Vor allem aber erfüllt mich mit Stolz, was wir schon alles geschafft haben. Wir sind auf einem guten Weg, was Scope 1 und 2 betrifft, also den direkten Einflussbereich des Unternehmens. Bei Scope 3, also zum Beispiel den Lieferketten, liegt noch ein längerer Weg vor uns. Hier setzen wir auch auf Kreislaufwirtschaft. Diesen Weg werde ich weiter begleiten dürfen – im Beirat des Unternehmens. Was werden Sie in Ihrer neuen Funktion vermissen? Felix ThalmannDie Zusammenarbeit in den Teams, die Menschen. Und die Möglichkeit, das Unternehmen und den Markt aktiv mitzugestalten. Das hat mir immer viel Freude bereitet. BEWERBUNGEN AB SOFORT MÖGLICH Sommercamp bietet Schülern exklusive Einblicke in regionale Wirtschaft Jörg Schürmeyer Oldenburg Und was wird Ihnen nicht fehlen? Felix ThalmannNicht fehlen wird mir die hohe berufliche Termindichte. Der Alltag war oft eng getaktet und von vielen parallelen Themen geprägt. Umso mehr freue ich mich nun darauf, meine Zeit freier gestalten zu können, mit allem, was im Berufsleben manchmal zu kurz kam. Ebenfalls nicht vermissen werde ich die langen Genehmigungsprozesse. Hier wünsche ich mir, dass mein Nachfolger von klareren und effizienteren Abläufen profitieren kann. Stichwort Nachfolge: Wenn Sie an Ihrem letzten Arbeitstag einen kleinen Notizzettel für Ihren Nachfolger auf dem Schreibtisch hinterlassen könnten, was würde darauf stehen? Felix ThalmannDarauf würde stehen, was wir bereits geschafft haben – und der Hinweis auf die strategische Ausrichtung auf „Digitalisierung, Innovation und Nachhaltigkeit – weiterentwickeln und verbessern.“ Herr Dr. Fichtmüller, Sie finden diese Notiz. Was geht Ihnen durch den Kopf? Dr. Moritz FichtmüllerDas passt zu der Ausrichtung, mit der ich die Aufgabe angehen möchte. Sie steht für mich unter der Überschrift Kontinuität und Wandel – im Respekt davor, was in über 140 Jahren bereits erreicht wurde. Büfa befindet sich als mittelständisches Unternehmen noch immer in Familienhand, es hat eine Kultur geschaffen und eine Ausrichtung entwickelt, die ich bewahren möchte. Gleichzeitig dürfen wir nicht stehen bleiben und sollten die Chancen aus Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Innovationen ergreifen. Diesen Artikel teilen oder kommentieren Themen Meistgelesene Artikel Artikelempfehlungen der Redaktion Interview ABGELEHNTE AUSGLIEDERUNG VON KICKERS EMDEN Top-Anwalt im Sportrecht erklärt, warum Transfermarkt-Werte „kein Preisschild“ sind NEUE TECHNIK Im Ammerland hilft jetzt KI bei Verkehrszählungen TECHNIKGESCHICHTE ZUM ANFASSEN Historischer Feuerwehr-Heli landet in Norddeichs Automuseum KONFLIKT IN NAHOST Kuwait hat US-Kampfjets versehentlich abgeschossen ELTERN VERZWEIFELT IQ 146+ aber keine Förderung – Das stille Drama eines hochbegabten Grundschülers aus Hooksiel NEUE GESUNDHEITSSTUDIE Grippe-Impfquote der Niedersachsen unter internationalem Niveau


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